ABOUT

Matter of Time

v. l. n. r.: Frederick Hartung, Timo Deitz, Marcel Jaspert, Moritz Hartung

Mit mutmaßlichen Gegensätzen brechen Matter of Time in die Metal-Postmoderne auf und vereinen stilsicher die letzten Jahrzehnte härterer Gitarrenmusik.

Zeitgemäße Core-Breakdowns treffen auf den klassischen, mehrstimmigen Gesang der 80er, während sich ein 2000er-Nu-Metal-Sound eng mit dem Trancecore der frühen Enter Shikari verbindet. Nachdem sich die Solinger seit ihrer Gründung 2012 (seit 2014 unter dem Namen Matter Of Time) mit unermüdlichem Konzerten einen Namen gemacht haben und zu einem der Metal-Aushängeschilder des Bergischen Landes gewachsen sind, lassen sie nun ihre Crossover-Wurzeln hinter sich und fokussieren sich auf einen melodischen Hybrid aus modernem Core und Pop-Appeal.

War ihre Debüt-EP „New Horizons“ noch vom Zusammenspiel aus Rap und Gesang gekennzeichnet, zieht sich durch die neuen Songs der konzentrierten Besetzung ein markantes Gemisch aus monumental-hymnischen Melodien, einer Vorliebe für organisches Sound-Design und wuchtigen Gitarrenriffs. Zurzeit arbeitet das Quartett an seiner zweiten EP, die sich mit brachialer Heaviness, ausschweifenden Melodiebögen und kontemporären elektronischen Klängen ins Langzeitgedächtnis jedes Bring Me The Horizon-, Northlane- oder Muse-Fans brennen wird. Weitflächige, lyrische Bilder um den unstillbaren Drang nach Veränderung im Kontext einer von höheren Mächten gesteuerten Welt runden die instrumentalen Eskapaden einem der Geheimtipps der deutschen Metal-Szene atmosphärisch ab:

I can imagine a thousand ways that I’d like better / A million words I’d like to say / But I’m stuck inside my mind fading away.

– Matter of Time; Endgame

 

Julius Krämer, 2019